Im Herzen Hannovers:
Die Marktkirche – Ein Ort des Glaubens, der Kunst und der Begegnung
Die Marktkirche St. Georgii et Jacobi, liebevoll einfach „Marktkirche“ genannt, ist weit mehr als nur eine Kirche in Hannover. Sie ist ein architektonisches Juwel, ein lebendiges Zentrum des Glaubens, ein Ort der Begegnung und ein kultureller Anziehungspunkt, der Besucher aus aller Welt in seinen Bann zieht. Im Herzen der Altstadt gelegen, dominiert ihr imposanter Backsteinturm die Skyline und zeugt von einer reichen Geschichte, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht.
Eine Geschichte in Stein gemeißelt:
Die Marktkirche wurde nach dem Vorbild der Marienkirche in Celle als Bürgerkirche im spätgotischen Stil errichtet. Der Grundstein wurde im Jahr 1339 gelegt, aber erst im 17. Jahrhundert, nach Unterbrechungen durch Kriege und wirtschaftliche Krisen, konnte der Bau vollendet werden. Ihre Geschichte ist eng mit der Entwicklung Hannovers verbunden. So diente sie als Ort für wichtige Ereignisse wie Ratsversammlungen, Predigten und sogar als Lagerraum während des Dreißigjährigen Krieges.
Der Zweite Weltkrieg hinterließ tiefe Spuren. Die Kirche wurde stark beschädigt, doch der Wille der Bevölkerung zur Wiederherstellung war ungebrochen. In den Nachkriegsjahren wurde die Marktkirche mit größter Sorgfalt und unter Berücksichtigung historischer Details wiederaufgebaut. Die Rekonstruktion des Turms dauerte besonders lange und symbolisiert heute den Wiederaufbauwillen der Stadt Hannover.
Architektonische Meisterleistung und spirituelle Atmosphäre:
Die Marktkirche besticht durch ihre beeindruckende Architektur. Der massive Backsteinturm, mit einer Höhe von fast 100 Metern, ist schon von Weitem sichtbar und dient als markantes Wahrzeichen der Stadt. Im Inneren beeindrucken die hohen Gewölbe, die schlanken Säulen und die bunten Glasfenster, die das einfallende Licht in ein faszinierendes Farbenspiel verwandeln.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die „Hungerleider“-Plastik am Turm. Sie zeigt einen abgemagerten Mann, der sich an seinen Knien abstützt und den Blick zum Himmel richtet. Diese Mahnung an die Not der Nachkriegszeit regt bis heute zum Nachdenken an.
Der sakrale Raum strahlt eine besondere Ruhe und Besinnlichkeit aus. Die Besucher können hier zur Ruhe kommen, beten, eine Kerze anzünden oder einfach die Atmosphäre genießen.
Veranstaltungen und Attraktionen: Ein lebendiger Ort der Begegnung:
Die Marktkirche ist mehr als nur ein Ort der Andacht. Sie ist ein lebendiges Zentrum, in dem regelmäßig Veranstaltungen stattfinden, die ein breites Publikum ansprechen:
- Gottesdienste: Regelmäßige Gottesdienste finden an Sonn- und Feiertagen statt und bieten einen Ort für Gebet, Besinnung und Gemeinschaft.
- Konzerte: Die herausragende Akustik der Kirche macht sie zu einem idealen Veranstaltungsort für Konzerte. Ob klassische Musik, Chorkonzerte oder moderne Interpretationen, das musikalische Angebot ist vielfältig.
- Ausstellungen: Die Marktkirche beherbergt regelmäßig Ausstellungen zu religiösen, historischen oder gesellschaftlichen Themen.
- Führungen: Wer mehr über die Geschichte und Architektur der Kirche erfahren möchte, kann an einer Führung teilnehmen. Diese werden in verschiedenen Sprachen angeboten und geben einen detaillierten Einblick in die Besonderheiten dieses historischen Ortes.
- Weihnachtsmarkt:“WunschbrunnenWald“: Im Advent verwandelt sich der Platz vor der Marktkirche in den „WunschbrunnenWald“, einen der schönsten Weihnachtsmärkte Hannovers. Die festliche Beleuchtung, der Duft von Glühwein und Lebkuchen und die zahlreichen Stände mit Kunsthandwerk schaffen eine besinnliche Atmosphäre.
- Turmbesteigung: Die Mutigen können den Turm der Marktkirche besteigen und einen atemberaubenden Panoramablick über Hannover genießen. Der Aufstieg ist zwar anstrengend, aber die Aussicht ist die Mühe wert.
Die Marktkirche als Teil der Stadt:
Die Marktkirche ist nicht nur ein Wahrzeichen, sondern auch ein aktiver Teil der Stadtgemeinschaft. Sie engagiert sich in sozialen Projekten und bietet einen Ort für Begegnung und Austausch. Hier finden regelmäßig Veranstaltungen statt, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Glaubensrichtungen zusammenbringen.
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Die Öffnungszeiten der Herrenhäuser Gärten variieren je nach Jahreszeit. Aktuelle Informationen finden sich auf der offiziellen Website:
Für den Großen Garten und den Berggarten wird Eintritt erhoben. Es gibt verschiedene Ticketoptionen, darunter Tageskarten, Jahreskarten und Kombitickets. Der Georgengarten und der Welfengarten sind frei zugänglich.
Eintrittspreise:
Großer Garten: ca. 8 € (ermäßigt ca. 6 €). Kombitickets für mehrere Gärten erhältlich.
Fazit
Ein Besuch der Marktkirche ist ein Muss für jeden, der Hannover besucht. Sie ist ein Ort, der Geschichte, Kunst, Glauben und Begegnung auf einzigartige Weise vereint. Ob Sie sich für Architektur interessieren, einen Ort der Ruhe suchen oder einfach nur die Atmosphäre genießen möchten, die Marktkirche wird Sie mit ihrer Schönheit und ihrem Geist berühren. Lassen Sie sich von der Magie dieses besonderen Ortes verzaubern und entdecken Sie die Vielfalt, die die Marktkirche zu bieten hat. Sie ist ein lebendiges Zeugnis der Vergangenheit und ein Hoffnungsträger für die Zukunft.
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FAQs
Die Marktkirche ist die Hauptkirche Hannovers und ein bedeutendes Beispiel norddeutscher Backsteingotik. Sie ist nicht nur ein religiöses Zentrum, sondern auch ein Symbol für die Geschichte, den Wiederaufbau und die Widerstandsfähigkeit der Stadt. Ihre markante Architektur und ihre zentrale Lage machen sie zu einem wichtigen Orientierungspunkt und Treffpunkt für Einheimische und Besucher.
Der Bau der Marktkirche begann im 14. Jahrhundert, genauer gesagt um das Jahr 1350. Sie wurde auf dem Fundament einer kleineren Vorgängerkirche errichtet. Die Bauarbeiten zogen sich über einen längeren Zeitraum hin, und die Kirche wurde erst im Laufe des 15. Jahrhunderts fertiggestellt.
Der Baustoff Backstein war in Norddeutschland, insbesondere in der Hansezeit, weit verbreitet. In Regionen, in denen Naturstein schwer zu beschaffen war, bot Backstein eine praktische und ästhetisch ansprechende Alternative. Die Backsteingotik ermöglichte filigrane Verzierungen und beeindruckende Bauhöhen, wie sie auch an der Marktkirche zu sehen sind.
Der Turm der Marktkirche ist mit rund 98 Metern Höhe ein beeindruckendes Bauwerk und prägt die Silhouette Hannovers. Er kann bestiegen werden und bietet einen fantastischen Ausblick über die Stadt. Aktuell ist der Turm leider aufgrund von Bauarbeiten geschlossen.
Ja, die Marktkirche wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Große Teile des Daches und des Innenraums wurden durch Bombenangriffe zerstört. Der Wiederaufbau der Kirche dauerte viele Jahre und war ein wichtiger Teil des Wiederaufbaus von Hannover.
Die Marktkirche beherbergt eine Reihe von wertvollen Kunstwerken und historischen Gegenständen. Dazu gehören:
- Der Marktkirchenaltar: Ein spätgotischer Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert.
- Das Bronzetaufbecken: Ein beeindruckendes Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert.
- Die Fenster: Die Fenster der Marktkirche sind ein wichtiger Teil der Innenausstattung und zeigen biblische Szenen und historische Ereignisse.
- Die Reste des alten Rathauses: An der Außenwand der Kirche sind noch Reste des alten Rathauses zu sehen, das im Krieg zerstört wurde.
Ja, die Marktkirche ist in der Regel für Besucher geöffnet. Es gibt regelmäßige Gottesdienste und Führungen. Die Öffnungszeiten können jedoch variieren, daher ist es ratsam, sich vor einem Besuch auf der Webseite der Marktkirche oder bei der Tourist Information Hannover zu informieren.
Die Marktkirche ist ein lebendiger Ort und bietet eine Vielzahl von Veranstaltungen, darunter Konzerte, Ausstellungen, Gottesdienste und Vorträge. Besonders bekannt sind die Weihnachtskonzerte und die sommerlichen Orgelkonzerte.






